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SOS-Gewalt
Zentrum für Gewaltstudien in Israel e.V.

„SOS-Gewalt – Zentrum für Gewaltstudien in Israel e.V.“ (SOS-Gewalt) wurde 2004 in Jerusalem von Georg Roessler  gegründet und im gleichen Jahr als eingetragener Verein gemeinnützig und staatlich anerkannt.

Ziele von SOS-Gewalt – Zentrum für Gewaltstudien in Israel

Das Zentrum verfolgt zwei Ziele:

- zum einen versucht es, in Anlehnung an die Konzeption der Gewalt-Akademie Villigst, die Funktion einer Poliklinik für Themen zu Fragen von Gewalt und Gewaltprävention zu übernehmen. Ausgehend von der Vorstellung, dass es viele Erscheinungsformen von Gewalt und einer entsprechendenVielzahl von de-eskalierenden, sowie helfenden Interventionsstrategien gibt, die in ihrer Vielzahl und Verschiedenheit von  SOS-Gewalt angeboten und ständig weiterentwickelt werden.

- weil zum anderen lang eingeübte und offensichtlich wenig überzeugende Appelle zum Gewaltverzicht im Alltag von vielen israelischen Jugendlichen als Hilflosigkeit gedeutet werden, die in einem Land, das sich durch Stärke und die Anwendung von militärischer Gewalt behaupten mußte, nicht akzeptiert wird, müssen alternative Handlungsweisen für  Konfliktsituationen angeboten werden.

Vor diesem Verständnishintergrund erklärt sich der oberste Grundsatz von SOS-Gewalt.

Wir können und dürfen Durchsetzung mittels Gewaltanwendung nur dann glaubwürdig in Frage stellen, wenn wir gleichzeitig alternative Durchsetzungsmodelle anbieten, die mindestens so effektiv sein müssen wie die Faust oder besser noch ein wenig mehr.

SOS-Gewalt setzt dort an, wo die Entwicklung neuer Verhaltensmuster dringend gebraucht wird, um so dazu beizutragen, zivile Gesellschaft zu stärken. Gewalt im Alltag soll dabei als Hindernis der gesellschaftlichen Entwicklung abgebaut und Jugendlichen Mittel und Fähigkeiten zu einer gewaltfreien Konfliktbearbeitung gegeben werden. Dies soll in einer Weise geschehen, die die vorhandenen Bedingungen und Bedürfnisse der Jugendlichen anerkennt und integriert. Das Erlernen von gewaltlosen und letztlich überlegenen Durchsetzungsstrategien im Klassenraum, auf dem Schulhof und in den Jugendorganisationen hilft dem Einzelnen und führt zur Stärkung der zivilen Gesellschaft. Die Jugendlichen, die sich diesen Herausforderungen gestellt haben, erlernten und erprobten ein konstruktives Konflikt- und neues Kommunikationsverhalten.

Der Schwache wird gestärkt, die eingeschüchterte Gruppe
wird  aufgebaut und der Gewalttätige hat das Nachsehen.

Umsetzung der Ziele

Konzeptionell erfolgt die Umsetzung in Seminaren, die in Klassen und Jahrgangsstufen stattfinden. Nach einer theoretischen Einheit zum Thema Gewalt und Mobbing erfolgt die Praktische/spielerische Umsetzung. Auf diese Weise werden Jugendliche mit Gewalt konfrontiert, sensibilisiert und müssen sich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sie selbst zur Gewalt beitragen.
Die Förderung der Zivilcourage, Stärkung der Selbstwertgefühle und des Verantwortungsbewußtseins für die Gemeinschaft werden hier spielerisch eingeübt.

Begleitung der Jugendlichen

SOS-Gewalt bietet den Jugendlichen nach den Seminaren eine kontinuierliche fachliche Begleitung an:

  • durch die „Starkmacher“
    > von den Jugendlichen nach den Seminaren gewählte Vertrauensschüler <
    als direkte Ansprechpartner in der Gruppe oder Klasse
     
  • durch die Einrichtung eines Chatraumes für Jugendliche
     
  • Einrichtung geschützter Chaträume und Portale als Notrufeinrichtungen / Kummertelefon für Jugendliche und Multiplikatoren sowie für Jugendeinrichtungen und Schulen

Beratung

Die Entwicklung von Dialogfähigkeiten unterschiedlicher Zielgruppen, die Aus- und Weiterbildung der De-eskalationstrainer, der Teamer und Mitarbeiter und der Starkmacher, die fachliche Begleitung der Jugendlichen in den Chaträumen und in den Seminaren bedingen die Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen, mit öffentlichen Institutionen und Beratungsstellen einerseits und die der wissenschaftlichen Konfliktforschung und Begleitung andererseits. – siehe Kooperationspartner -

Zum Beraterkreis des Zentrums für Gewaltstudien in Israel gehören u.a.:

Professor Dr. Chaim Omer
Leiter des Instituts für Psychologie der Universität Tel Aviv,

Dr. Yehuda Bar-Shalom
Leiter der Pädagogischen Abteilung des Lehrerausbildungsinstitutes
„David Yellin Teacher College“, Jerusalem

Dr. Naomi Josefsberg
Dozentin im Kibbuzim College of Education

Dr. Maram Masarwi, M.A
Dozentin am David Yellin Institut, Jerusalem
Leiterin der arabischen Abteilung von SOS Gewalt
Direktorin in Negev-Institut für Frieden und Entwicklung

Ralf-Erik Posselt
Leiter der Gewalt Akademie Villigst, Schwerte

Carl-Wilhelm Borgstedt M.A., Steinhagen
Leiter der polizeilichen Prävention im Kreis Gütersloh,
De-eskalations- und Lehrtrainer Gewalt Akademie Villigst

Alfred Janzig,
Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei, Mitterfeld-Ainring

Erich Schriever, Schwerte
Mobbing - Experte, Leiter der Spiel- und Theaterwerkstatt Villigst

 

Leitung und Vorstand – SOS-Gewalt/Zentrum für Gewaltstudien in Israel e.V.

 

Leitung:

Georg Roessler M.A.
De-eskalations- und Lehrtrainer, Jerusalem

Yoni Tshouna M.A.
Rechtsanwalt, De-eskalationstrainer, Jerusalem

G. Roessler  

Y.Tshouna

Stellvertretende Direktorin:
Tze'ela Sharon
Tze'ela ist zuständig für die Programmentwicklung,Propjektmanagement und
Planung der Workshop. Als Leiterin der Finanzabteilung ist sie auch zuständig
für Marketing und Fundraising.
Tze’ela hat einen M.B.A. Abschluss im Hauptfach Marketing. Sie sammelte über 15 Jahre Arbeitserfahrungen im Bereich Marketing und Projektmanagement in führenden israelischen Unternehmen. 
Tze’ela lebt in Tel Aviv, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Vorstandsvorsitzender:
Igal Nissim
Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer

Die Trainer und TrainerInnen von SOS-Gewalt

Sie haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe – sie haben Abschlüsse und Diplome z.B. in Sozialarbeit, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Jura, Management, Traumaforschung, Theater oder Gruppendynamik. Sie kommen aus der jüdischen wie auch der arabischen Gesellschaft Israels. Gemein ist allen, dass sie über langjährige berufliche Erfahrung verfügen. Diese verschiedenen Ausbildungen, Erfahrungen und Herkünfte fließen in die laufende Arbeit und die Weiterentwicklung von SOSGewalt ein. Die Trainer und Trainerinnen beraten sich in regelmässigen Abständen und tauschen untereinander ihr sich ständig erweiterndes Methodenrepertoir aus. Dieser Austausch ist dann tatsächlich eine der besonderen Sträken unserer Organisation und wird auch dadurch noch unterstrichen, dass nicht die Direktoren, sondern die Trainer und Trainerinnen von SOS-Gewalt die neuen TrainerInnen auswählen und an deren Ausbildung beteiligt sind – eine vielleicht ungewhnliche, dafr aber umso wirksamere Methode, Kollegialitt und Kreativitt zu erhalten und zu fördern.

Internet:

Die Internetseite SOS-Gewalt gibt es auch in Israel unter : www.SOScenter.org.il in Ivrit und Englisch. Die Internetseite in Ivrit hat eine Besonderheit: geschützte Chat Räume für ratsuchende Jugendliche und Opfer von Mobbing, Notzucht und Gewalt. Die Beratung erfolgt hierbei durch professionelle Fachkräfte.

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