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Das Starkmacher-Programm

Das Starkmacherprogramm geht davon aus, dass niemand besser als die Schüler/Jugendlichen wissen, wie und wo innerhalb und außerhalb der Jugendeinrichtung/Schule Gewalt geschieht. Eltern und Lehrer sind im Allgemeinen die Letzten, die, wenn überhaupt, bruchstückhafte Informationen erhalten, was in der Klassen, den Toiletten, auf dem Pausenhof und außerhalb der Schule geschieht. Die Frage für die Jugendlichen lautet, welche Art von Gewalt sie zulassen und welche sie nicht zulassen wollen. Häufig stellt sich heraus, dass Schläge, Demütigungen, Vandalismus, ja sogar Erpressungen akzeptiert werden. Nicht akzeptiert werden  Bedrohungen durch Messer oder durch scharfe Waffen. Es geht um die Unterscheidung von „Petzen“ und „Berichten“, d.h. welches Delikt wird als so schlimm angesehen, dass Jugendliche gewillt sind, höhere Instanzen einzuschalten.

Aufgrund der wachsenden Unterschiedlichkeiten  in den Klassen und Klassenverbänden und dem damit verbundenen geringen Maß an gemeinsamen Werten in der Schule ist ein größeres Konfliktpotential vorhanden. Zudem finden wir bei vielen Jugendlichen geringer ausgebildete Fähigkeiten, Konflikte konstruktiv zu lösen. Die Kombination beider Faktoren begünstigen die Entstehung von Mobbing und Gewaltprozessen.

Das 'Starkmacherprogramm' von SOS-Gewalt zielt darauf ab, eine breite Akzeptanz für internes Intervenieren der Jugendlichen zu entwickeln und die Möglichkeiten über Koalitionen mit Eltern und Lehrern die „bullies“ * in ihre Schranken zu weisen.

Nach einem Seminar werden aus jeder Klasse einer Jahrgangsstufe zwei bis drei Jugendliche im Rahmen einer Abstimmung ausgewählt, Um künftig als „Starkmacher“ Ansprechpartner und Vermittler zu sein. Über einen Zeitraum von acht Wochen werden die ausgewählten Jugendlichen in ein breites Repertoire von Handlungsstrategien eingeführt, die es ihnen ermöglichen, ihre Stimme, als gewählte Vertreter ihrer Klassengemeinschaft oder ihrer Gruppe zu erheben, die es nicht mehr zulassen will, von einzelnen  „bullies“ * schikaniert und unterdrückt zu werden.
In begleitenden Seminaren werden die erworbenen Schlüsselkompetenzen
- Stärkung der persönlichen Kompetenz und der sozialen Kompetenz
ausgebaut und gefestigt.

* jemand – der gerne Schwächere schikaniert oder tyrannisiert

„Ausbildung und Begleitung der Starkmacher“

Modul I.

Acht Treffen (jeweils vier Stunden)
1. Eröffnung / Einführung / Kennenlernen / Erwartungsaustausch  / Ziele des Kurses / Festlegung  
    des Abschlussprojektes für die Starkmacher
    Festlegung der Begrifflichkeit für Gewalt: Erklärungsmodelle Vorstellung unterschiedlicher
    Gewaltpräventionsmodelle
    Workshop Körpersprache

2. Workshop Debating
    Gewalt als Folge der schulischen Realität –
    Philosophie der Schule, Organisationsformen, Schulleitung,
    Stellung der LehrerInnen, Beziehungen der Jugendlichen untereinander

3. Kooperation mit den Eltern im Kampf gegen Gewalt
    unter Jugendlichen
    Sexuelle Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule

4. Rechtliche Frage zum Thema Gewalt:
    Strafmündigkeit, Bedrohung. Sexuelle Belästigung, Gerüchte
    Veröffentlichung von Gewaltakten im Internet und
    über das Mobil-Telefon, Verleumdung / üble Nachrede
    Theoretischer Hintergrund der gewaltfreien Durchsetzung:
    Ghandi, Martin Luther King u.a.)
    Fallanalysen
    Entwicklung von eigenen Interventionsstrategien

5. Analyse der Gewalt an meiner Schule – Koalitionen:
    Elternrat, Klassenkameraden, Schülerrat, Lehrer
    Psychodrama

6. Mediation Unterstützung:
    wie / was höre ich und wie kann ich Hilfe leisten.

7. Workshop SOS

8. Präsentationen:
    Fallbeispiele durch die Arbeitsgruppen

Über die Konzeption und Weiterentwicklung informiert ausführlich unsere Broschüre “Starkmacherinnen und Starkmacher” (s. Publikationen).

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